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  • Dietmar Gebert

"Wir genießen Meer denn je..."

Endlich Urlaub! Endlich wieder mal ins vertraute Kroatien reisen.


Die Reise beginnt um 3.00 Uhr in der Früh und vor allem in der Hoffnung, dass die Straßen frei sind. Das haben wohl auch alle Fernfahrer gedacht und sich auch exakt den Wecker auf 3.00 Uhr gestellt, um mit uns gemeinsam los zu fahren.


Die erste Ernüchterung kommt hinter dem Aichelberg, denn exakt an diesem Wochenende erlebt die A8 zwischen Mühlhausen und Ulm eine Vollsperrung. Die Umleitungsstrecke bringt uns nicht nur an den Rand der Schwäbischen Alb sondern auch an den Rand der Verzweiflung, denn genauso gut hätten wir über Paris nach Moskau fahren können.


Doch wir sind ja entspannt, denn es geht in den Urlaub. Wir wollen jeglichen Stress vermeiden und genießen somit jeden zusätzlichen Kilometer. Trotz Umfahrung des Drackensteiner Hangs erreichen wir bereits um kurz vor 7.00 Uhr die Grenze zu Österreich. Ab jetzt wird aus der Autobahn eine Mautobahn. Wer schon einmal nach Kroatien mit dem Auto gefahren ist, weiß, dass man für die Maut ungefähr so viel Geld liegen lässt, wie für 3 Übernachtungen mit Frühstück in einem 3-Sterne-Superior-Hotel.


So lösen wir ein Ticket nach dem anderen. In Slowenien begrüßt uns die Autobahn auf Englisch mit einem „Pay toll“ und wir fragen uns: „Was bitteschön soll an der Maut „toll“ sein?



Endlich können wir bei Koper das Meer nicht nur riechen, sondern auch sehen. Es ist immer noch da, wo es letztes Jahr auch war. Wir passieren die Grenze zu Kroatien und es passiert Gott sei Dank nichts. Die Grenzbeamtin will nicht mal unsere Ausweise sehen, was uns doch überrascht. Letztes Mal noch hatten wir den Eindruck, sie hätte am liebsten den Ausweis von Hand abgemalt, so lange hatte es gedauert, bis wir ihn wieder unser Eigen nennen konnten.


Nach knapp 900 Kilometern erreichen wir unseren Lieblings-Campingplatz nördlich von Rovinj. Man kennt uns schon, denn immerhin haben wir bald 10-Jähriges Jubiläum. Es gibt hier Menschen, die schon seit über 50 Jahren herfahren.


Wer hier war, kommt immer wieder zurück, denn hier beginnt das Paradies. Wir sehen schon wieder die Delfine, die sich in Strandnähe positionieren und nur darauf warten, dass wir ihnen mit unseren Kajak entgegenfahren.



Immer wieder aufs Neue. Vom Anfang bis zu diesem Punkt: da Capo delfine.


Wir lieben den Strand, die Sonne und das azurblaue Wasser – Meer denn je.


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