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  • Dietmar Gebert

„Wald-Baden in Württemberg“

Wie sind wir in dieses Jahr gestartet?


Während Deutschland noch damit beschäftigt ist, die Silvesternacht zu verdauen bzw. den Restalkohol abzubauen, genießen wir die freien Straßen und beginnen das Jahr mit einer Wanderung im Schwarzwald. Wir fahren sozusagen um 9.00 Uhr schon nach Schonach.


Die einzigen Wesen, die uns um diese Uhrzeit begegnen, sind frei laufende Hunde, die darauf hoffen, dass wir ihnen etwas zum Essen bringen, da „Herrchen und Frauchen“ noch damit beschäftigt sind, die Silvesternacht zu verdauen bzw. den Restalkohol abzubauen. Gerne hätten wir ihnen die Reste des Fondue-Fleisches mitgebracht (sollte man das nun eher „fett-gedruckt“ schreiben?)


Unsere Tour führt uns vom Wanderparkplatz Reinertonishof in einem weiten Bogen zum „Blindensee“. Blinde sehen wir nicht, nur Tauben. Der See liegt in einer wunderschönen Moorlandschaft. Allerdings ist der See so gut wie zugefroren. Eine riesige Eisfläche zum „Dahinschmelzen“. Wir kommen in einen Wald, der etwas Mystisches birgt. Es ist eine Mischung aus Ruhe und Energiequelle. Stamm für Stamm stehen sie einfach nur da und erzählen stumm die Geschichte ihres Wachstums. Manchen haben Jahresringe unter ihren Rinden. Die Menschen, die uns begegnen, haben Ringe unter ihren Augen. Der Wald tut gut...


Wir tun gut daran, diesen Wald zu schützen, denn hier können wir auftanken. Manche Menschen nennen dies Wellness für die Sinne, auch „Waldness“ oder eben „Wald-Baden“. Und sofort denke ich mir: Wald-Baden und das in Württemberg. Wie schön wir es doch im „Ländle“ haben...




Viele Menschen gehen in den Wald, um sich neu zu „erden“. Es ist nun bald 12.00 Uhr und je näher wir dem Wanderparkplatz „Blindensee“ kommen, desto mehr beschleicht uns das Gefühl, dass die Menschen in Herden kommen, um sich zu Erden. Einige kommen mit guten Vorsätzen, andere mit ihren Hunden. Hunde, die sich nach übrig gebliebenem Fondue-Fleisch sehnen.




Wir sehen eine Lichtung im Wald. Hier bricht sich die Sonne einen Weg. Ich glaube nicht, dass die Sonne dies nötig hat, denn wenn sie will, kommt sie ja überall hin. Aber auf dieser Lichtung scheint sie es ganz wichtig zu haben. Wir gehen in Richtung Lichtung. Denn wir möchten in diesem Jahr sehr viele „lichte Momente“ haben, an denen wir euch teilhaben lassen. Ich nehme mir daher vor, Sätze für euch zu schreiben.


Sind das nicht gute „Vorsätze“?

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