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  • Dietmar Gebert

"Aufrecht unterwegs in Kriechenland"

Wir lieben dieses Land und am meisten, wenn wir dort Urlaub machen können.


Nun ist es wieder so weit. Wir sind mit Air Aegean nach Athen geflogen und konnten eine Nacht bei Givannakis Simos über booking.com übernachten. Er hat einfach in seinen Garten ein 1-Zimmer-Appartment gebaut (und nennt es „Garden House“), in dem wir eine Nacht verbringen dürfen. Ein wahres Kleinod.



Sehr schnell haben wir uns mit Givannakis angefreundet, einem liebenswürdigen älteren Herrn, der uns eine komplette Gartenführung auf seinem Grundstück anbietet, bevor er uns dann wieder zurück zum Flughafen fährt. Er baut Zitronen, Limonen, Orangen, Auberginen und vieles mehr an. Vielleicht war da auch noch Gyros dabei oder Souvlaki. Jedenfalls entreißt er seiner Zitronenplanze einige Zweige, die er uns mit auf die weitere Reise gibt und erklärt, dass der hiervon gebraute Tee nicht nur cholesterinsenkend, sondern auch zum Abnehmen geeignet sei. Wir nehmen ihm das ab, denn er klingt sehr vertrauenserweckend. Wir nehmen ihm auch die Zweige ab, denn wir wollen nun nach Paros abzweigen.


Eine Propellermaschine mit nur wenigen Sitzreihen trägt uns über die nördliche Ägäis und setzt sanft auf der harten Piste von Paros auf. Wer hier landet, landet wahrlich einen Treffer, denn Paros ist viel weniger touristisch geprägt als viele andere griechische Inseln.


Unser Airbnb ist traumhaft schön. Simona hat uns ihr Haus überlassen und so lassen wir es uns nun eine Woche gut gehen. Morgens werden wir mit Hahnenrufen geweckt, wobei wir sagen müssen, dass hier jemand fehlt, der die Hähne wieder ausschaltet. Tagsüber begleitet uns das Zirpen der Zikaden, wenn wir unter den Arkaden sitzen und angesichts der heißen Temperaturen schwitzen. Sobald unsere Haut mit dem Schwitzen nicht mehr nachkommt, genehmigen wir uns ein Bad im angenehm kühlen Swimming-Pool, der zum Haus gehört. So sieht Traumurlaub aus und fühlt sich auch an.


Ausflüge nach Parikia (Hauptstadt der Insel) oder Naoussa runden das Ferienprogramm ab. Insbesondere Naoussa zählt für mich bislang zu den schönsten Örtchen Griechenlands.


Diese Stadt hat nicht nur mehr Vokale als Konsonanten, sondern auch unzählig viele schöne Läden zum verweilen. Und weil man so lange verweilt, gibt man am Ende mehr Geld aus. Für Dinge, die man liebt und haben will. Ich habe mir heute ein T-Shirt gekauft, auf dem Paros drauf steht. Warum? Weil ich auf Paros stehe.


Und morgen stehen wir wieder auf, genießen den Sonnenaufgang über der Agäis und machen Kontrastprogramm. Wir fahren mit der Fähre nach Antiparos. Das ist keine Gegenströmung, sondern die Nachbarinsel. Und bestimmt finden wir dort wieder so viele wunderschöne Orte. Die Griechen haben eine einzigartige Vielfalt von Naturspektakeln. Sie können wahrlich aufrecht gehen und müssen sich nicht vergriechen.



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